Eine Butze die so richtig fetzt

Werner-von-Siemens-Gymnasium hat eine neue Cafeteria, und alle freuen sich darüber

Von Holger Schlegel


Quelle: Goslarsche Zeitung vom 5. Februar.

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Helga Treinies (li.) begrüßt in der neuen Cafeteria (mit der markanten roten Wand) viele
Ehrengäste, darunter ihre Vorgänger Ludwig Himstedt (re.) und Heinrich Söding (3. v. re.),
sowie den stellvertretenden Landrat Horst Brennecke (mittlerer Tisch vorn li.)

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Fotos: Schlegel

BAD HARZBURG. Man kann es nüchtern betrachten. Als „Schaffung eines positiven sozialen Umfeldes”. Oder locker. Als „Butze, die so richtig fetzt". Aber wie auch immer man es sieht oder nennt: Die neue Cafeteria des Werner-von-Siemens-Gymnasiums ist ein Bau, über den sich alle mächtig freuen.
Als am Mittwochabend Schuldirektorin Helga Treinies die neue 200 Quadratmeter große Cafeteria in einer Feierstunde mit vielen Ehrengästen einweihte, sprach sie von den drei Lehrern, die ein Kind habe: „die anderen Kinder, die Lehrer selbst und der Raum, in dem sie lernen". Und dieser Raum, das „Schulhaus", habe dank der großzügigen Investitionen des Landkreises (allein die Cafeteria kostete 560 000 Euro) gewonnen. Es wurden am „Werner" Unterrichtsräume ausgebaut und neue konnten eingerichtet werden, als dort die alte Cafeteria ausgezogen ist.

Ein Schmuckkästchen
Nun lernen die Gymnasiasten mit mehr Platz - und sie speisen in einem neuen „Schmuckkästchen", wie Treinies es nannte. Aber die Cafeteria sei mehr, sie bedeute für die Schule sogar „unendlich viel". Sie sei ein Ort der Begegnung, des Abschaltens, des Genusses, der Heiterkeit und der Kunst. Sie sei licht wie ein Wintergarten, passe zur Architektur des Schulgebäudes, und ihre gelungene Farbabstimmung überzeuge ebenfalls. Jetzt jedenfalls. Am Anfang sei man doch geteilter Meinung gewesen über die Entscheidung, eine Wand in knalligem Rot anzustreichen. Aber nun seien auch die Skeptiker, zu denen sich Treinies selbst zählte, überzeugt: Freundlichkeit, Wärme, Dynamik, Aufgeschlossenheit - kurzum Lebensfreude strahle die Farbe aus.
Aber es gibt ja auch noch die fachlichen, sachlichen, nüchternen Vorteile des Anbaus. Sie standen eher im Mittelpunkt der Grußworte, die der stellvertretende Landrat Horst Brennecke im Namen des Schulträgers sprach: Heute sei es ja nicht selbstverständlich, dass in Schulen so viel Geld investiert werden. Aber Arbeit und Bildung sollen in den kommenden Jahren die Schwerpunkte im Landkreis Goslar sein.

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Ein Mann mit Humor und Dynamik:
Bernd Krage-Sieber studiert mit
den Gästen das Lied
„Eine Schul-Cafeteria ist schön" ein.

Firmen aus der Region
Entsprechend dankbar ist man an der Schule natürlich. Direktorin Treinies hatte diesen Dank schon ausgiebig ausgedrückt und beispielsweise die gute Kooperation mit den Planern und ausführenden Firmen (meist aus der Region) gelobt.
Dem schloss sich auch Bernd Krage-Sieber an. Der WvS-Lehrer gab an diesem Abend den Kabarettisten, der im Rahmenprogramm der Feierstunde in Wort und Lied zwar satirische Seitenhiebe auf die Berliner (Konjunktur-)Politik austeilte, es dabei jedoch nicht an Lob und Dank für die Mittel und damit den Bau der Cafeteria fehlen ließ: „Herrlich, dass man so spendabel ist und auch das Werner nicht vergisst." Er freute sich auch, „dass das Handwerk dieser Stadt, auch etwas von dem Segen hat". Es zauberte am Werner jetzt „eine Butze, die so richtig fetzt".


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