Goslarsche Zeitung vom 24. Mai 2013

 

Intensives Proben für Kaiserpfalzkonzert

Der Chor des Werner-von-Siemens-Gymnasium gestaltet morgen mit der TfN-Philharmonie Beethovens Kantate "Meeresstille"

Von Carsten Jelinski

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Chorleiter Tibor Stettin (am Flügel) und die Choristen vom Werner-von-Siemens-Gymnasium in Bad
Harzburg bereiten sich auf ihren morgigen Auftritt in der Goslarer Kaiserpfalz vor. Ab 19.30 Uhr gestalten sie
mit den TfN-Philharmonikern Beethovens Kantate "Meeresstille und glückliche Fahrt".           Foto: Beushausen

Morgen Abend um 21 Uhr ist alles vorbei für die knapp 50 Choristen vom Werner-von- Siemens-Gymnasium in Bad Harzburg: Sie haben in der Goslarer Kaiserpfalz gesungen, die Arbeit von Wochen und Monaten zu Gehör gebracht. Jubel und gelöste Spannung machen sich bei den Schülerinnen und Schülern breit: "Geschafft".
Zum Abschluss der Pfalzkonzertsaison der Hildesheimer TfN-Philharmoniker hat sich Generalmusikdirektor Werner Seitzer einmal mehr etwas Ungewöhnliches einfallen lassen. Einerseits erklingen Beethovens berühmte Sinfonie Nr. 3 in Es-Dur "Eroica" op. 55, sowie seine Coriolan-Ouvertüre. Andererseits kommentiert diese Werke Richard Wagner, seine Bemerkungen rezitiert der langjährige Intendant der Staatsoper Hannover, Hans-Peter Lehmann. Das allein ist schon selten.
Dazwischen kommt der Chor zum Zuge: Seit längerem besteht eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Harzburger Musikpädagogen, Pianisten und Sänger Tibor Stettin und Werner Seitzer. Daraus erwuchs nun die Idee, Chor und Orchester könnten Beethovens Kantate Opus 92 "Meeresstille und glückliche Fahrt" gestalten. Darin geht es um die in Musik gefassten Sorgen eines Seefahrers, der in der Flaute nicht auslaufen kann; der Text stammt von Johann Wolfgang Goethe. "Das Stück ist nicht ohne", motivierte Stettin seinen Chor für das Projekt, "da steckt viel Arbeit drin." In den vergangenen Tagen wurde das dann richtig deutlich: Zum konzentrierten Proben weilte das Ensemble auf dem Wohldenberg bei Holle. Dorthin kam auch Werner Seitzer, Stettin übernahm beim Proben den Orchesterpart am Klavier. "Der Dirigent hat sich richtig viel Zeit für uns genommen, es war anstrengend, hat aber Spaß gemacht", hieß es am Ende der Chorfreizeit. Das gemeinsame Ergebnis der langen Vorbereitung und des Einarbeitens in Beethovens Klangwelt geht also morgen über die Pfalzbühne. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr, Karten im Seitenblock sind noch für acht, 13 und 19 Euro an der Abendkasse zu erhalten.

 


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