Goslarsche Zeitung vom 27. Juni 2003
Ein schöner Sommerabend
Chöre und Solisten des WvSG gestalteten ein überzeugendes Konzert

BAD HARZBURG. Wenn Manfred Schmidt und seine Chöre zweimal im Jahr zum Konzert einladen, ist die Resonanz groß. Das gilt für den Sommer wie für den Winter. Am Mittwochabend war wieder „Sommer“ und die Aula des Werner-von-Siemens-Gymnasiums (WvSG) platzte einmal mehr aus allen Nähten.

Wer eine halbe Stunde vor Konzertbeginn kam, fand schon keinen Sitzplatz mehr. Einige Besucher stellten sich an die Seite, andere saßen auf dem Fußboden und wieder andere mussten sogar im Foyer Platz nehmen. Trotz einer besonderen Erwähnung durch Moderator Thomas Loschke: „Ich grüße auch alle Zuschauer im Flur“, dürfte sich der eine oder andere Zuhörer an diesem Abend ganz sicher eine größere Aula gewünscht haben.
Das Sommerkonzert stand unter dem Motto „Have a nice day!“. Zu hören gab es einen „Rundschlag“ um alles, was Musik ausdrücken kann. Starke Gefühle wie Liebe wurden ebenso thematisiert wie Trauer oder Verzweiflung. Die Chöre und Solisten überzeugten dabei wieder einmal mit der bewährten „bunten Mischung“ aus klassischen Elementen und bekannten Pop-Songs. Hervorragend war auch die Stimmung. Schon nach den ersten Liedern bewegten sich beim Publikum die Lippen und spätestens bei den Klassikern wie „King of the road“ wurde auch fleißig mitgeklatscht.
Während der Chor I, bestehend aus Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 bis 9, mit Songs wie „Only you“ vor allem die musikalische Moderne „abarbeitete“, wartete der Chor II mit Höhepunkten choraler Musik auf. Die Schüler der älteren Klassen bekamen für ihre Darbietungen von „Sah ein Knab ein Röslein“ und „Odi et amo“ viel Applaus. Nicht fehlen dürfen bei einem Sommerkonzert die Solisten. Julia Krüger (Klavier) und Carsten Eberts (Gitarre) begleiteten den Chor I. Eberts spielte zudem solo und „unplugged“ zwei Songs der britischen Band „Oasis“. Eine Bereicherung des Abends, für die der Abiturient reichlich Applaus und Anerkennung bekam. Gleiches galt für Frauke Linneweh (Klarinette) und Janis Hinkel (Klavier), die gemeinsam das Finale der „Rhapsody in Blue“ interpretierten. Für den klassischen Höhepunkt des Programms sorgte mit Ramona Csaranko die jüngste Solistin. Mit klarem Spiel brillierte sie bei ihrem Vortrag der „Allemande“ aus der Französischen Suite Nr. 6 in E-Dur von Johann Sebastian Bach.
Am Schluss kam dann auch der Mann zu Ehren, der sich „so für alle abrackert“. Manfred Schmidt bekam als Dank für seine Chorarbeit ein kleines Präsent und dirigierte mit Freude die beiden Zugaben, die ein begeistertes Publikum durch langanhaltenden Beifall gefordert hatte. ez
 

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