Goslarsche Zeitung vom 21. Juni 2013

 

Singen und schwitzen im Saunakonzert

Volles Haus für die Sänger, Instrumentalisten und Textlieferanten des Werner-von-Siemens-Gymnasiums

Von Angela Potthast

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Die Musiker, ob Chor I und die Instrumental-AG (Foto) oder Chor I oder das Lehrererensemble,
sie haben viel zu tun bei ihrem Sommerkonzert. Ein zweistündiges Programm ist zu absolvieren.
Textbeiträge lassen ihne Abkühlpausen. Außerdem haben sich die Elftklässler mit einem
Getränkestand im Flur positioniert.                                                                          Foto: Potthast

Abwechslungsreich, vielfältig, bunt - wie auch immer es bezeichnet werden will. Das Sommerkonzert des Werner-von-Siemens-Gymnasiums hat einfach Spaß gemacht. Obwohl es wahnsinnig warm war in der vollen Aula, und Moderator Thomas Loschke die Gäste am Mittwochabend zum Saunakonzert begrüßte.

Aufgüsse gab es viele. Chor I unter Leitung von Susann Meinecke brachte die mit der frischen Note in den Raum, "Rock my soul" war einer. Einen eher entspannenden hatte David Rau arrangiert für die Instrumental- AG und Mirko Scholz: "Lord of the Rings". War es dem Musiklehrer vielleicht zu schwül? Als er dran war mit "Alles nur geklaut", verschwand er auf den Flur. Eine Kollegin: "Scholzi ... " Drei Sekunden später stand er wieder vor seinen Sängern. Dabei hatten die doch allen Grund, mal eben an die frische Luft zu gehen: Singen, Arme hochreißen und zum Instrumental-AG-Stück "Little Talks" schunkeln.

Stille im Wasser

Danach durften sie runter von der Bühne. Chor ll mit Tibor Stettin am Flügel kam mit einem Beethoven- Aufguss. "Tiefe Stille herrscht im Wasser ... " - allein die Vorstellung, auf einem Schiff zu sitzen, hatte was Erquickendes. Gesanglich wogten sich die Sänger, ein Mix aus Schülern und Lehrern, bis ins äußerst Kraftvolle, und beim Wort "Weite" in beinahe höchste Höhen. Das war schon anregend. Richtig emotional kam die Ansprache von Yoshua Wilm rüber. Er und Christoph Willeke hatten "I am yours" von Jason Mraz mit ihren Gitarren vorbereitet. Ein Stück, das für tiefe Einschnitte in Yoshuas Leben steht. Ein Stück für seine Freundin. Applaus vom Publikum.

Das hatte auch sonst viel zu klatschen - bei der Qualität und bei der Unterhaltungsmenge. Noch mehr Klein-Ensembles als die beiden angehenden Elftklässler standen auf oder vor der Bühne: Streicher, die ihre Instrumente als Percussiongeräte bearbeiteten, das Gitarren-Querflöten-Duo, das sein "Lovestory meets Viva la Vida" mit einem "Hpffff" begann und mit einem Saiten-"Pling" beendete. Auch nicht Musik machende Duett-Konstellationen gab es, inszeniert von Referendario Pia Krüger: Von ihnen waren längere Auszüge aus selbst geschriebenen Romanen zu hören, ein Kurz-Knapp-Prägnant-Text, auf dessen Ende mit dem Satz "Das war's" hingewiesen werden musste, so kurz, knapp und prägnant (Thomas Loschke) war er - und ein deutsch-französischer Wortbeitrag über "Das Meer"/ "La mer".

Wehmut am Ende

Ein großes Ensemble war ebenfalls zu vernehmen, das der Lehrer, und zwar mehrmals. Am Ende mit einem irischen Segenswunsch, dem letzten Aufguss des Saunakonzertes. Einer, der in eine gute Nacht überleitete. Die bei einigen mit etwas Wehmut verbunden gewesen sein dürfte: Für Schulleiterin Helga Treinies, die nicht dabei sein konnte, für einige Chormitglieder, die nach dem Abi die Schule verlassen. Trotzdem: "Es war ein unglaublich schöner Abend", sagte Inga Rau, stellvertretende Schulleiterin.


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