Goslarsche Zeitung vom 11. Dezember 2004

- geringfügig korrigiert -

Ovationen für das „Gloria in excelsis Deo“

Großes Weihnachtskonzert des Werner-von-Siemens-Gymnasiums in der voll besetzten Lutherkirche

BAD HARZBURG. Großes Gedränge vor beiden Kirchentüren zeigte an, dass in der Lutherkirche wieder das Weihnachtskonzert des Werner-von-Siemens-Gymnasiums ins Haus stand. Alleine 120 Sängerinnen und Sänger agierten in zwei Chören mit dem Instrumentalkreis der Freunde der Schule und besonders begabten Schülern als Solisten. Eine souveräne Leitung des Konzertes oblag Manfred Schmidt.
 Den ersten Teil des Konzertes bestimmten barocke Instrumentalmusik und weihnachtliche Chöre im Wechsel. Nach der festlichen Triosonate Nr.1 Es Dur von J. S. Bach für Orgel, sehr überzeugend gespielt von Viviane Strobach, bot der Mittelstufenchor ein schönes Bild mit den 70 Sängerinnen und Sängern. Mit ihren Liedern: „Fröhliche Weihnacht“, „Ihr Hirten, erwachet“ und „Sing to the Lord“, verscheuchten sie alle sorgenvollen Gedanken und zeigten weihnachtliche Fröhlichkeit.

Herausragender Genuss
 Ein Mutter-Tochter-Beitrag von Marianne (Klavier) und Dorothea Lüttich (Posaune) in zwei Sätzen aus der Sonata V von Johann Ernst Galliard wurde ein herausragender Hörgenuss. Ein von Manfred Schmidt bearbeitetes Weihnachtslied aus der Provence, „Ce Matin“, sangen die Schüler wacker in französisch.
 Ein Lehrer-Schüler-Beitrag mit Lena Tofaute (Blockflöte) und Anja Berger (Cembalo) mit Sonaten von Henry Thornowitz und Blavet war technisch und musikalisch schönste Barockmusik. Der gemischte Chor begeisterte mit dem Spiritual „I just wanna praise you“ und dem Kanon „Soli Deo gloria“ von Kickstadt.
 Krönender zweiter Teil des Abends wurde ein groß angelegtes geistliches Werk von Antonio Vivaldi: „Gloria“ mit Chor, Solisten und Orchester. Wie gebannt folgten die Besucher dieser „Missa concertata“ in 12 Teilen mit langen instrumentalen Einleitungen des kleinen Orchesters. Die Arien mit Färbungen der Soloinstrumente Oboe, Trompete und Cello, wurden gesungen von Clarissa Ebeling und Traute Wethkamp - manchmal etwas dünn, was aber die gesangliche Leistung nicht schmälern sollte. Chor und Orchester musizierten sehr engagiert mit den vollen Männerstimmen, warmem Altus und hellen Sopranen.

Eine grandiose Leistung
 Es war eine grandiose Leistung von Manfred Schmidt, dieses Werk in einem Schulkonzert auf die Beine zu stellen, unterstützt von seinen gestandenen Musikern aus Goslar, Hannover, Clausthal und Bad Harzburg. Begeistert lauschten die Zuschauer „Gloria in excelsis Deo“, „Laudamus te“, „Domine Deus“, „agnus Dei“ und dem herrliche Schlusschor „Cum sancto Spiritu in gloria Dei patris“, der als Zugabe nach furiosem Beifall nochmals erklang.

Christel Wollenzien-Müller

Chor II und Orchester unter Leitung von Manfred Schmidt bei Vivaldis "Gloria" in der Lutherkirche
Gemischter Chor des Werner-von-Siemens-Gymnasiums und Orchester bei Vivaldis „Gloria-Messe“ unter Leitung von Manfred Schmidt.
Foto: Wollenzien-Müller
 
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