Goslarsche Zeitung vom 16. Dezember 2006

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Von 170 Sängern und einem Schmetterling

 

Akteure geben beim Weihnachtskonzert des Werner-von-Siemens-Gymnasiums in der Lutherkirche vor großem Publikum ihr Bestes

Von Christel Wollenzien-Müller

Ein großes Aufgebot von drei Chören des Werner-von-Siemens-Gymnasiums, Klasse 5 und 6 unter der Leitung von Susann Meinecke, Klasse 7 bis 9 und 10 bis 13 unter Leitung von Christine Rogge erfreute das große Auditorium in der Lutherkirche mit Weihnachtsliedern aus alter und neuer Zeit sowie dem "Ave verum corpus" KV 618 zum Abschluss des Mozart-Jahres. Begleitet wurden die Schüler von Musiklehrer Joachim Dampmann und Propsteikantor Karsten Krüger. Vier Querflöten und eine Blockflöte begeisterten. Bei der großen Zahl der
Mitwirkenden herrschte wieder Enge allenthalben. Doch was war anders? Nicht Ochs und Esel oder ein kleiner Floh wollten zur Krippe, sondern ein munterer kleiner Schmetterling begleitete die Musikänten durch das Konzert und flatterte zur "Fröhlichen Weihnacht" von Rolf Zuckowski, das Chor 1 so unglaublich frisch und fest sang.

Text sehr verständlich

Bei der volkstümlichen fröhlichen Weihnacht kam der Text über alle Zwischenfälle der Weihnacht sehr verständlich. Unter frischem Dirigat von Susanne Meinecke erklang das Lied: "Licht der Liebe, Lebenslicht. Gottes Geist verlässt uns nicht." Einen zarten Klang zeigte Chor 2 mit "Hört der Engel helle Lieder". Da schwang sich der geflügelte Konzertgast beim Gloria in höchste Höhen. Auch als Pausenfüller zog er seine Kreise, bis Christine Rogge ihre Gitarre gestimmt hatte zum Lied: "Leise zieht durch Raum und Zeit". Doch siehe, beim Gloria Kanon setzte der Schmetterling mit der 4. Stimme jubelnd ein. Eine Chance seinen schönsten Tanz zu zeigen, bekam er bei der herrlichen Flötenmusik von Gabriel Fauré über ostinaten Unterstimmen mit dem Flötentrio. Schon vorher bei der Flötenmusik von Telemann hatten die jungen Flötenspielerinnen ihr Bestes gezeigt. Emelie Daubner, Eyla Hasse, Bettina Wünsch und Vera Ubben spielten die Querflöten und Nina Tofaute die Altflöte im sehr interessanten Lied: "Star of morning".

Perlende Klavierklänge

Bei dem Lied mit Gitarrenbegleitung durch Christine Rogge "So this is Christmas" gefiel dem Schrnetterling wohl das Schunkeln, er flog wiegend hin und her bis unters Dach. Nur das viele Getrampel verwirrte den Kleinen. Bis der Chor 3 sich formierte, ruhte er sich aus im Lampenlicht. Sehr gesammelt und feierlich brachten die Sängerinnen und Sänger ihre sakralen Werke zu Gehör, wobei die Männer besonders gut sangen, hätte nicht fast der Tenor den Schmetterling erwischt. Aber der war schlau und versteckte sich im Seitenaltar.
Die größeren Chöre begleitete Karsten Krüger. Wie perlten doch die Klavierklänge unter Ramona Csarankos Händen zum Tanz des Schmetterlings. Frei heraus sang der Chor sein "Freedom is coming".
Und endlich, nach dem Applaus, fand der Schmetterling bei der Krippe einen Platz zum Ausruhen.

Christel Wollenzien-Müller

 
 
 
 
 
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