Goslarsche Zeitung vom 12. Dezember 2009

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Junge Künstler bekommen viel Applaus

 

Schüler des Werner-von-Siemens-Gymnasiums geben Weihnachtskonzert in der Lutherkirche

Von Christel Wollenzien-Müller

Stimmengewirr, Gedränge und viel Aufregung bestimmten das Schulkonzert vor der Aufführung. Und das änderte sich auch erst, als der große Chor I unter der Leitung von Susann Meinecke im Altarraum der Lutherkirche Aufstellung nahm und Pfarrerin Petra Rau die Gäste willkommen hieß.
Zunächst stimmte Hans Joachim Dampmann die Festgemeinde mit einem Präludium von Johann Sebastian Bach an der Orgel ein. Er begleitete auch die Chöre in alter Treue zur Schule und trug damit zum Erfolg des Konzertes maßgebend bei. Mit ansteckender Fröhlichkeit sangen die Kinder der Klassen 5 und 6 das Negro Spiritual "Mary had a baby", den "Weihnachtsstern" mit Chiara Beer, C-Flöte, und Rolf Zukowskis hinreißende Weihnachtswünsche.

Neulinge begeistert

Sind doch die Fünftklässler erst ein halbes Jahr im Chor und zeigten viel Begeisterung am Chorgesang. Susann Meinecke leitete ihre 80 kleinen Sängerinnen und Sänger mit fröhlich energischem Dirigat so, dass alle stets voll konzentriert bei der Sache waren. Ihren Höhepunkt hatten sie mit "Last Christmas" mit zwei Solostimmen, Glockenspiel, Gitarren und Solisten. Da gab es viel Applaus.
Außer den beiden Chören wirkten mit die Orchester-AG unter Leitung von Arne Spohr und die Flötenspielerinnen von Friedgund Götsche-Niessner.

In seltener Besetzung

Von Wolfgang Amadeus Mozart erklang die Serenade mit Sophie Bothe, Flöte, und Lara Opfermann, Klavier, und später das klangschöne Londoner Trio Nr. 1 von Joseph Haydn in seltener Besetzung mit Emelie Daubner (Flöte), Johanna Daubner (Violine) und Arne Spohr (Viola da Gamba).
Wieder in Höchstform präsentierte Arne Spohr alte Tänze: "Recercarda Secunda" von Diego Ortiz mit Violinen und Gitarren, Cello, Kontrabass, Flöten, Bongo, Trommel und Schellen mit viel Temperament in hinreißender Ausführung.
Besinnlich edlen Chorgesang mit vielen Solisten zeigte Chor II unter der Leitung von Christine Rogge. Himmlisch zart sangen sie das Mantra „Jaya, Jaya Devi Mata Namaha". Temperamentvoll erklang ein "Russisches Zigeunerlied" op. 462 von Wilhelm Popp mit Sophie Bothe, Flöte, und Franziska Daubner, Klavier.
Drei Chorgesänge mit nachdenklichen Texten "Erzähle" aus der Zeit der Träume, mit wechselnden Vorsängergruppen, "Make love not war" und das mitreißende "Halleluja" von den Kings Singers mit Gitarren und vier starken Solisten. Eine Barockmusik von Georg Philipp Telemann für Querflöten spielten Vera Ubben und Emilie Daubner, lupenrein mit schlankem Flötenton.

Sonderapplaus

Sonderapplaus bekam Inger Buch für ein hinreißend gesungenes "God help the outcasts" mit dezenter Klavierbegleitung von ihrer Chorleiterin. Einen großen Chorbeitrag meisterte Chor II mit "Alles, was ihr tut, das tut alles im Namen Jesu" nach Dietrich Buxtehude, vielstimmig und mit vollen Bassstimmen. Ins Mark ging der Song: "God is watching us from a distance“ von Julie Gold.
Sichtlich ergriffen von der Leistung all ihrer Schüler, bedankte sich die Schulleiterin Helga Treinies am Ende bei den Beteiligten. Ein jubelndes "Oh du fröhliche" und tosender Applaus, beschlossen das wunderbare Konzert.

 
 
 
 
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