Goslarsche Zeitung vom 3. Dezember 2011

- geringfügig korrigiert -

 

Alle Musiker singen zum Schluss "O du fröhliche"
Schlussstück: Alle Musiker des WvS und die Gäste schmettern das "O du fröhliche". Die Spenden, die an diesem Abend eingenommen werden, sollen in den Musikunterricht investiert werden, in Notensätzen oder Instrumente beispielsweise. Damit die Musikkurs- und Chorleiter Tibor Stettin, Anne Popp und Mirko Scholz ihre Schüler auch künftig fördern können.

Konzert mit Licht, Glanz und Wärme

Weihnachtsaufführung des Werner-von-Siemens-Gymnasiums: Großer Applaus für alle Beiträge

Von Angela Potthast

Licht, Glanz, Wärme – adventliche Worte. Adressiert an die Gäste in der Lutherkirche. Adressiert an die Sänger und Instrumentalisten des Werner-von-Siemens-Gymnasiums (WvS). Sie hatten zum Weihnachtskonzert am Donnerstagabend geladen. Licht, Glanz, Wärme – die drei sollten nach dem Wunsch von Pfarrerin Petra Rau von diesem Abend in die Adventszeit ausstrahlen.

Das Gitarrenduo Robin Günther und Martin Forneck spielen "Stairway to heaven".

Gitarren-Duo: Eine Zugabe liefern Robin Günther und Martin Forneck.

Rashid Naser an der Gitarre und Danny Ueberschär spielen eine Weihnachtshymne auf Bad Harzburg
Musikkurs Q1: Choreografieren "Rudolph the rednosed reindeer". Rentiere sitzen übrigens an den Instrumenten und begleiten die Weihnachtsmann-Mützen-Träger.

Fotos: Potthast

 

Der Wunsch dürfte erfüllt worden sein. Rund eineinhalb Stunden lang war zu hören, was Schüler zusammen mit ihren Lehrern in mitunter ziemlich kurzer Zeit gesanglich und choreografisch erarbeitet haben. Von Klasse 5 bis Jahrgangsstufe 12 mischten alle WvS-Altersgruppen mit. Schon allein der Beginn hatte dramaturgische Qualität: Der Musikkurs Q3 ließ es dunkel werden in der Kirche – der Wirkung ihrer Kerzen wegen. Zu „Gabriella’s Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ schritten sie zum Altarraum. Sie schritten wirklich. Einstiegsnote eins plus. Die Sänger mit den Weihnachtsmann-Mützen und die Instrumentalisten mit den Rentiergeweihen, das war Musikkurs Q1, gestalteten„Rudolph the rednosed reindeer“. Schmunzelfaktor hoch.

Finger schnippen

Voll wurde es im Altarraum, als Chor I zur Präsentation nach vorne kam. Vom Licht, vom Schein der Kerzen sang er. Fröhlichkeitsstimmung hoch. Voller wurde es, als sich die Instrumental-AG für den englischen Kanon „Ding Dong Bells“ dazu stellte. Zusammenspiel richtig gut. Und noch eine Ergänzung gab es mit David Rau. Es war eine Gesangs-Premiere für ihn an diesem Abend: „La pulce d’acqua“ von Branduardi. Auftrittsnote eins doppelplus. Nervosität? Die war ihm so gar nicht anzumerken. Auch den anderen Dreien nicht, die ziemlich allein vor ziemlich großem Publikum auftraten: die Querflötistinnen Sophie Bothe und Emelie Daubner sowie die Sopranistin Inger Buch. So ganz allein waren sie nicht, begleitet auf dem Klavier oder auf der Orgel wurden sie von Friedegung Göttsche-Niessner und Tibor Stettin. Anspruchsfaktor sehr, sehr hoch.
Robin Günther und Martin Forneck, als Gitarren-Duo und als alte Musiker- und Auftritts-Erfahrene, haben ja eh keine Probleme vor voll besetzten Kirchenreihen zu spielen. Und mit Led Zeppelins „Stairway to Heaven“ gleich gar nicht. Wiederholungs-Aufforderung sehr intensiv. Zugabe.
Für die Lehrer, für die war es vielleicht etwas aufregender. Die hatten sich zu einem Ensemble zusammengeschlossen, seit Mitte November geprobt. Und am Donnerstag standen sie dann da – vor ihren Schülern mit „Es ist ein Ros entsprungen“. Und? Leistung super. Stehende Ovationen von ihren Eleven und viel, viel, viel Applaus von allen anderen.

CD für später

Die Gäste hatten neben dem Klatschen auch ihren Gesangspart zu liefern. Eingangs mit „Herbei, o ihr Gläub’gen“ und ausgangs mit „O du fröhliche“ – Auge in Auge mit allen Schülern, die den Altarraum komplett ausfüllten. Weihnachtsgefühl groß. Also: Licht, Glanz, Wärme waren da am Donnerstagabend und sind ganz sicher von vielen mitgenommen worden. Und der Dank von WvS-Schulleiterin Helga Treinies an Musiker, Lehrer, Pfarrerin Petra Rau und so fort ... Und bald die CD. Denn das Konzert ist aufgenommen worden. Licht, Glanz, Wärme dann auch für Zwischendurch.


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