Theateraufführung 2011

"Und es hat Clique gemacht" am 14. und 16. Februar 2011 in der Aula des WvS


Der Artikel über die Premiere in der Goslarschen Zeitung vom 16.2.2011 - geringfügig verändert -


Schüler begeistern mit viel Witz  


"Und es hat Clique gemacht": Selbst ersonnenes Stück der Werner-von-Siemens-Gymnasiasten feiert Premiere

Von Kai Stoppel

BAD HARZBURG.  Es geht auch ohne Schiller oder Goethe: Das von den Schülern des Werner-­von-Siemens-Gymnasiums selbst entwickelte Werk “Und es hat Clique gemacht“ feierte am Montagabend in der Schul-Aula Premiere. Mit Dynamik, Witz und Authentizität begeisterten die jungen Darsteller das Publikum.

Die Vorstellung hat bereits angefangen, lange bevor der letzte Zuschauer an diesem Abend die Aula des Werner-von-Siemens-Gymnasiums betreten hat. Denn die Schauspieler, Schüler aus der Theater AG, befinden sich zu diesem Zeitpunkt schon mitten unter den Gästen: Regungslos, in weißen Anzügen gekleidet und mit weißen Masken vermummt, sitzen, liegen und hocken sie vor der und auf der Bühne und zwischen den Stuhlreihen. Erst als der letzte Gast den Raum betreten hat, erwachen die starren Figuren zum Leben, winden sich zu sphärischen Klängen - erst langsam, dann immer schneller - nehmen schließlich ihre Masken ab und blicken verwundert und neugierig umher.
Diese Menschwerdung ist der Auftakt zu dem Theaterstück "Und es hat Clique gemacht", bei dem es um eben dieses Thema geht: Wer bin ich und was wird aus mir? Dem puristischen und originellen Anfang folgen Szenen, die nach und nach in eine richtige Handlung überleiten: Die weißen Anzüge werden schrittweise abgelegt, die Figuren bekommen Stimmen und bilden unterschiedliche Persönlichkeiten heraus, mit unterschiedlichen Träumen und Wünschen.
Doch dann kommt die Schulzeit: Durch die in der Schule existierende Gruppendynamik werden Unterschiede wieder egalisiert. Hier geht es darum, dazuzugehören: Ein junges Mädchen ist neu in der Schule und um Anschluss zu finden, muss sich zwischen den zwei dominanten Gruppen, den Hiphoppern und den Schicksen, entscheiden.  Ein schwieriger Weg der Selbstfindung - denn wirklich hingezogen fühlt sie sich zu keiner Gruppe.
Den Schülern der Theater AG ist unter der Anleitung der Lehrerinnen Britta Strese und Christiane Barthel ein Stück gelungen, das über die aus amerikanischen Highschoolfilmen bekannte Thematik hinaus noch mehr zu bieten hat: Neben Ästhetik ist das auch eine Menge Witz.
Den Zuschauern der Premiere gefallen die kleinen Gags, die in die Handlung eingeflochten sind. Die übertrieben dargestellte Eitelkeit der Schicksen („vormittags zum Visagisten und danach zum Hairstylisten“) ebenso wie die drollige Unbefangenheit des „Nerds“, einem Computer­Freak, der jenseits der Cliquen sein eigenes, individuelles Dasein führt: „Das Nerdtum ist eine Religion.“ Am Ende der 45-minütigen Aufführung, die durchweg kurzweilig geraten ist, gibt es daher auch stürmischen Applaus.
Die heutige Aufführung findet wieder in der Aula des WvS-Gymnasiums statt.  Beginn ist um 19 Uhr.

 

Rechts:
Der „Nerd“ (gespielt von Rashid Naser) hat es scheinbar leicht. Er ist ein Individualist und steckt nicht in dem Dilemma, sich zwischen den unterschiedlichen Gruppen in der Schule entscheiden zu müssen.
Foto: Stoppel
Szene aus dem Theaterstück "Und es hat Clique gemacht"

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Personen und Darsteller:  
"Schicksen" Damla Arman, Stella Borger, Kim Kira Köthe, Nele Neveling
Dazwischen Rashid Naser, Marianna Burchardt
"Hiphopper" Viola Keller, Melina Teichmann, Marina Weißer
   
Technik: Mike David, Steven Reineke
   
Plakatgestaltung: Stephan Krück
   
Kulisse: Olaf Homuth, Carsten Henrix
   
Kreative Unterstützung: Danny Ueberschär
   
Spielleitung: Britta Strese, Christiane Barthel

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