Goslarsche Zeitung vom 29. Februar 2012

 

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Noch proben sie: Die Theater-AG-Leute des Werner-von-Siemens-Gymnasiums feilen detailliert an Körperhaltung und Stimm-Einsatz. Ein Workshop, zwei komplette Übungs-Wochenenden und die regelmäßigen Stunden in der Schule haben sie in ihrem Zusammenspiel richtig gut voran gebracht.

Foto: Potthast


 

Neugierig, mutig und experimentell

Proben der WvS-Theater-AG für das selbst erdachte Stück "Liebe ist... " - Aufführungen am 6. und 8. März

Von Angela Potthast

"Du musst stehen bleiben, jetzt kommt die Leidenschaft", sagt Britta Strese. Eine Regie-Anweisung für die Schüler des Bad Harzburger Werner-von-Siemens- Gymnasiums (WvS). Die Theater- AG probt für die Premiere von "Liebe ist..." am 6. März.

Nichts, was schon irgendwann irgendwo gezeigt worden wäre. Das Stück ist eine Eigen-Produktion. Vorgegeben war das Thema: Liebe. Den Rest haben die Schüler gemeinsam mit ihren Spielleitern Britta Strese und Tibor Stettin erarbeitet: "Work in progress". Seit Schulbeginn haben sie sich mit der Darbietung befasst. Intensiv wurden die Proben kurz vor dem Workshop. Und richtig konzentriert währenddessen - auch wegen des Aufeinandereinlassens. Entwickelt hat sich ein abstraktes Stück. "Der Interpretations- Spielraum ist groß für die Zuschauer", so Britta Strese.

Ihre (Schauspiel-)Schüler seien sehr neugierig, mutig und experimentell gewesen. Einige von ihnen sind bereits seit vier, fünf Jahren in der AG, einige ganz frisch. 15 agieren auf und vor der Bühne, es gibt eine Kulissenfrau und zwei Männer für die Technik. Die ist absolut wichtig. Denn der rote Faden sind die Filmeinspieler über Beamer. Wieder selbst gemacht. Auch die Fotos auf den Plakaten und Handzetteln. Und die Musik vom Band hat wer ausgesucht? "Meine Kollegin und die Schüler", sagt Tibor Stettin. Für ihn ist nicht nur am nächsten Dienstag Premiere mit "Liebe ist...", sondern bereits seine Arbeit mit der WvS-Theater-AG ist erstmalig. Und das gleich mit etwas Selbsterdachtem.

Kostüme setzen er, seine Co-Spielleiterin und die Darsteller nicht ein. "Wir haben uns auf Schwarz geeinigt." Der Fokus der Zuschauer soll auf die Körpersprache der Agierenden ausgerichtet sein. Sehr viele körpersprachliche Mittel kämen nämlich zum Einsatz. Pantomime und Tanz beispielsweise.

Damit und durch Sprechrollen und die eigenen Erfahrungen der Schüler mit dem Thema wird gezeigt, wie Liebe entsteht, welche emotionalen Stationen Liebende und Nicht-Liebende durchlaufen. Aber: "Wir enden nicht mit Hass", verrät Britta Strese. Leidenschaftlich geht es auf jeden Fall zu - auf der WvS-Bühne.

"Liebe ist ... " wird gezeigt am Dienstag, 6. März, und am Donnerstag, 8. März, jeweils ab 19 Uhr in der Aula des Werner-von-Siemens-Gymnasiums. Karten sind bereits im Verkauf: dienstags, mittwochs und donnerstags während der großen Pausen. Erwachsene zahlen 2,50 Euro, Schüler 1,50 Euro.

 

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