Berufsorientierung

"Vocatium" Braunschweig - nicht nur eine Messe

"vocatium" - Das ist der Name der Fachmesse für Ausbildung und Studium, welche jährlich in über 40 Städten in ganz Deutschland stattfindet um Schülerinnen und Schülern jeder Schulform, die sich kurz vor dem Abschluss oder Abitur befinden, die Möglichkeit zu geben, sich im direkten Kontakt mit den ausstellenden Unternehmen beruflich zu orientieren.

Auch in diesem Jahr zog es über 3500 interessierte Schülerinnen und Schüler am 08. und 09. Juni in die Stadthalle Braunschweig. Insgesamt waren 66 Aussteller an der Messe beteiligt und dadurch, dass neben den verschiedenen Universitäten, Hochschulen und Berufsfachschulen auch Unternehmen wie New Yorker oder Siemens vertreten waren, war von Mediendesign bis zum Umweltingenieurwesen für jeden der Schülerinnen und Schüler etwas dabei.

Rund 3000 der jungen Besucher hatten bereits in der Vorbereitungsphase, die einige Wochen zuvor in den Schulen stattfand, Gesprächstermine mit dem einen oder anderen Aussteller vereinbart, um sich näher über die Möglichkeit der Umsetzung ihrer Zukunftspläne zu informieren oder schon mal "einen Fuß in die Tür zu bekommen". Diese meist etwa 20-minütigen Termine waren mit kurzen Bewerbungsgesprächen vergleichbar, in denen jeder die Chance bekam, sich unabhängig von seinen schulischen Leistungen dem Aussteller zu präsentieren und einen guten und vielleicht sogar bleibenden Eindruck zu hinterlassen. "Diese 20 Minuten haben die Schüler die Möglichkeit, das Gespräch zu rocken!", so die Veranstalterin Anne Engell.

Wie den begeisterten Kommentaren der Aussteller zu entnehmen war, schien die Mehrheit tatsächlich zu "rocken". "Die meisten Schüler sind wirklich sehr gut vorbereitet und dann macht es einfach Spaß!", so ein Aussteller.

Doch auch ohne Termin war es für die Jungen und Mädchen durchaus möglich, sich in direktem Kontakt mit den Ausstellern über deren Angebote zu Informieren oder Fragen zu stellen. Auch die Unmengen von Werbegeschenken, wie Kulis und Gummibärchen, waren meist gar nicht nötig, um den motivierten Schülerinnen und Schülern ihre ersten Kontaktschwierigkeiten zu nehmen. Denn nicht nur die Aussteller waren von der vocatium überzeugt sondern auch die Zielpersonen waren vom Resultat begeistert: "Ich habe heute mehrere Termine bei den verschiedensten Unternehmen gehabt und weiß jetzt, was ich in der Zukunft auf keinen Fall machen möchte, aber auch, welcher Beruf zu mir passt und was ich nach meinem Abschluss machen werde!", so eine Hauptschülerin.

Während der Ausstellung, wurden außerdem mehrere Vorträge, zum Beispiel von der Bundeswehr oder Polizei, gehalten. Des Weiteren gab es einen sehr gefragten "Bewerbungsmappen-Check". Auf Wunsch wurden dort die mitgebrachten Bewerbungsunterlagen der Besucher verbessert und die Schülerinnen und Schüler erhielten Anregungen und zahlreiche nützliche Tipps für die Zukunft.

Auf die Frage, ob sich die vocatium gelohnt hat, antwortete ein Realschüler: "Auf jeden Fall, denn seit heute habe ich einen Ausbildungsplatz in der Tasche!"

Auch uns hat die vocatium überzeugt und daher sind wir der Meinung, dass diese Messe eine einmalige Chance bietet, die man im folgenden Jahr unbedingt auch seitens unserer Schule wahrnehmen sollte. Der Besuch der Messe würde die schon vorhandene Berufsorientierung auf jeden Fall ergänzen und vielleicht sogar noch verbessern. Die Schülerinnen und Schüler, die planen die Schule mit dem Abitur zu verlassen, sowie die, die eine andere Richtung einschlagen wollen, bekommen durch die vocatium die Möglichkeit, sich im direkten Kontakt mit verschiedenen Universitäten, Hochschulen, Unternehmen usw. zu informieren, beraten zu lassen und sich aktiver mit ihren Zukunftsplänen auseinanderzusetzen.

Janina Kersting, WvS
Juni 2011